Wie du den Nährstoffgehalt deines Komposts überprüfst
Um den Nährstoffgehalt deines Komposts genau zu bestimmen, gibt es verschiedene Methoden. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie genau du messen möchtest, wie viel Aufwand du betreiben willst und wie viel du investieren möchtest. Das Messen hilft dir dabei, den Kompost bedarfsgerecht im Garten einzusetzen und Mängel frühzeitig zu erkennen. Dabei geht es meist um die wichtigsten Nährstoffe wie Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Die folgende Tabelle zeigt dir die gängigsten Methoden im Überblick.
| Methode | Vorteile | Nachteile | Aufwand | Kosten | Genauigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Bodentest-Kits fürs Heimgebrauch | Einfache Anwendung, schnell, preiswert | Begrenzt genau, liefert nur grobe Schätzwerte | Gering | Niedrig (ca. 10–30 €) | Mittel |
| Labortests | Sehr präzise, detaillierte Analyse aller Hauptnährstoffe | Benötigt Probenversand, Wartezeit auf Ergebnis | Mittel bis hoch | Höher (50 € und mehr) | Sehr hoch |
| Einfache DIY-Tests (z. B. pH-Test, Farbeinschätzung) | Kostengünstig, ohne Spezialausrüstung möglich | Sehr ungenau, nur erste Hinweise | Sehr gering | Sehr niedrig (unter 10 €) | Niedrig |
| Digitale Messgeräte für Nährstoffe | Relativ genau, schnell, wiederverwendbar | Kostenintensiv, erfordert Einarbeitung | Mittel | Höher (ab ca. 100 €) | Mittel bis hoch |
Für Hobbygärtner, die nur ab und zu ihren Kompost überprüfen wollen, sind Bodentest-Kits oft die beste Wahl. Sie liefern ausreichend genaue Werte für eine grundlegende Einschätzung. Wenn du jedoch genaue Daten brauchst, um gezielt zu düngen oder deinen Kompost professionell zu beurteilen, lohnt sich eine Analyse im Labor. Digitale Messgeräte sind praktisch, wenn du regelmäßig prüfen möchtest und bereit bist, etwas Zeit in die Nutzung zu investieren. DIY-Tests eignen sich nur als schnelle Orientierung, ersetzen aber keine genaue Messung.
Wichtiges Hintergrundwissen zum Nährstoffgehalt im Kompost
Die Hauptnährstoffe: Stickstoff, Phosphor und Kalium
Kompost enthält viele verschiedene Nährstoffe, aber die drei wichtigsten für Pflanzen sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Stickstoff ist entscheidend für das Wachstum der Blätter und sorgt für ein sattes Grün. Phosphor unterstützt die Wurzelentwicklung und die Blütenbildung, während Kalium die Widerstandskraft der Pflanzen erhöht und wichtige Stoffwechselprozesse unterstützt. Diese drei Elemente sind oft auf der Verpackung von Düngemitteln als N-P-K-Werte angegeben.
Wie funktioniert die Kompostierung?
Beim Kompostieren werden organische Abfälle wie Küchenreste, Gartenabfälle oder Laub durch Mikroorganismen und kleine Bodenlebewesen zersetzt. Dabei entstehen wertvolle Humusstoffe und die Nährstoffe werden für Pflanzen verfügbar gemacht. Während dieses Prozesses verändern sich die Zusammensetzung und die Konzentration der Nährstoffe. Zum Beispiel kann Stickstoff durch die Zersetzung teilweise verloren gehen oder umgewandelt werden. Daher ist es sinnvoll, den Nährstoffgehalt am Ende der Kompostierung zu prüfen, damit du genau weißt, welche Mengen in deinem Kompost enthalten sind.
Warum ist das Wissen über Nährstoffe im Kompost wichtig?
Wenn du den Nährstoffgehalt kennst, kannst du besser einschätzen, wie dein Kompost den Boden und deine Pflanzen unterstützt. Ein ausgewogener Kompost versorgt deine Pflanzen nachhaltig und gesund. Wenn Nährstoffe fehlen oder im Überschuss vorhanden sind, wirkt sich das negativ auf das Wachstum und die Qualität deiner Pflanzen aus. Deshalb hilft dir das Verständnis dieser Grundlagen, deinen Garten gezielter und effektiver zu pflegen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Überprüfung des Nährstoffgehalts im Kompost
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Probenentnahme:
Nimm mehrere kleine Proben aus unterschiedlichen Bereichen deines Komposthaufens. So erhältst du eine repräsentative Mischung. Vermeide, Proben nur von der Oberfläche oder nur aus der Mitte zu entnehmen. Mische die entnommenen Proben gut in einem sauberen Behälter. Verwende saubere Handschuhe oder Werkzeuge, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Probe vorbereiten:
